Brötchen backen
Brötchen sind seit vielen Jahrzehnten alltäglicher und beliebter Bestandteil des Frühstücks. Es gibt sie in vielen Variationen und lassen sich mit allerlei Lebensmittel kombinieren. Das diese morgendliche Selbstverständlichkeit noch Mitte des 20. Jahrhundert als Luxusartikel galt, ist wenigen bewusst. Denn das Brötchen backen war damals ein sehr langwieriger und aufwändiger Prozess und wurde deswegen nur zum Wochenende verzehrt. Zu damaliger Zeit verwendete man zum Brötchen backen, neben Weizenmehl, nicht den heutzutage üblichen Hefeteig, sondern Sauerteig. Hefeteig unterstützt den Prozess der Lockerung der Teigmasse, welcher essentiell ist für die Qualität des Brötchens. Aufgrund des damaligen Mangels an Hefe, musste der Sauerteig als Kompensation herhalten. Dieser benötigte jedoch eine aufwändigere Behandlung während des Prozesses des Brötchen backen und die Entstehung eines Brötchens dauerte dementsprechend wesentlich länger.
Heutzutage gibt es Maschinen, die das Brötchen backen deutlich erleichtern und die Produktivität immens steigern. Dies bedeutet jedoch nicht, dass begleitend die Qualität abnimmt. Elementar für die Güte eines Brötchens ist die goldbraune Kruste. Sie ist ausschlaggebend für den Geschmack des Brötchens, da sich in ihr die Geschmacksstoffe während des Brötchen backen bilden.
Brötchen gibt es in vielen Formen und Variationen. Auch die Bezeichnungen sind regional unterschiedlich: Die wohl geläufigsten Bezeichnungen sind Semmel und Schrippe. Ersteres wird hauptsächlich in Bayern, Thüringen und Sachsen verwendet. Schrippe hingegen nur in Berlin und Brandenburg. Doch ganz gleich wie sie bezeichnet werden, die Art der Brötchen backen ist regional gleichbedeutend und so allgegenwärtig, dass man Brötchen backen als Synonym für „Geld verdienen“ verwendet.
Das Brötchen backen ist und bleibt eine Tradition, die uns in den morgendlichen Stunden mit Brötchen versorgen und uns zu einem guten Start in den Tag zum „Brötchen backen“ verhelfen.